Samstag, 2. Juli 2005

Garten 2005 - Das 2. Quartal

April: Anfang April waren fast alle Krokusse, Schneeglöckchen und Leberblümchen schon wieder verblüht. Dafür sorgten nun Narzissen, Primeln, Schlüsselblumen und Blausterne für Farbe im Garten. Am 9. April blühten auch die ersten Tulpen, Hyazinthen, Märzenbecher, Schleifenblumen und die Forsythie. Der Waldmeister bildete einen Teppich, der Rhabarber wucherte, Johannisbeeren, Wein und Himbeeren trieben grün aus. Einige Zwiebeln steckten schon ihre Röhrchen aus der Erde. Der Kopfsalat wuchs gut und der Schnittlauch war bereits erntereif. In den Pflanzschalen im Gewächshaus zeigten die ersten Kürbispflänzchen ihre Blätter. Auch die Kräuterpflanzen im Freien lebten auf: Oregano, Zitronenmelisse, Meerrettich, Ysop und Liebstöckel. Lauch und Knoblauch, die auf dem Beet überwintert hatten, setzten ihr Wachstum fort. Bei der Feldsalaternte mußte ich feststellen, daß es ziemlich viele Schnecken gab. Bis Mitte April waren fast alle Beete hergerichtet und zum Teil auch schon bepflanzt (z.B. Kopfsalat, Zwiebeln, Karotten, Erbsen, Radieschen, Petersilie, Kohlrabi). Um den 20. April waren die klaren Nächte ziemlich kalt und die Temperaturen sanken bis auf -4°C. Tagsüber gab es oft schönes, frühlingshaftes Wetter, oft aber auch Regen. Zwei Fässer Wasser waren bereits randvoll gefüllt. Tulpen, Traubenhyazinthen und Hyazinthen entfalteten ihre volle Pracht und an den Kaiserkronen entwickelten sich die Blütenstände. Nach und nach wurde der Winterlauch geerntet. Blaue und gelbe Schwertlilien und Iris mußten verpflanzt werden. Karotten und Radieschen spitzelten aus der Erde. Am Zaun begann eine Stockrose zu wachsen. Am 28. bekam der Rasen seinen ersten Schnitt. Am 30. verabschiedete sich der April mit einem fast schon sommerlichen Tag. Johannisbeersträucher, Kirschbaum und Erdbeeren begannen zu blühen. Kürbispflänzchen wurden umgetopft und einiges an Saatgut wurde in die Pflanzkästen gestreut. Im Freien wurden nochmals Zwiebeln gesteckt und Dill gesät. Die Wespen sammelten fleißig Material für ihren Nestbau und der erste Lilienkäfer des Jahres saß auf einer Blüte der gelben Kaiserkrone.
Mai: Der Mai begann mit sommerlichem Wetter, der 2. war sogar mit über 27°C der wärmste seit 1946. Kinder fanden eine entlaufene Schildkröte, die ich einige Tage in Obhut nahm, bis sich der Besitzer des Tieres fand. Bis zum Ende der ersten Maiwoche kühlte es enorm ab und Schmuddelwetter mit viel Regen setzte ein. Das Unkraut schoß aus dem Boden und die Schnecken vermehrten sich explosionsartig. Als ich am 23. Mai von einer Urlaubsreise zurück kehrte, sah der Garten ziemlich verwildert aus. Das Gras war hoch gewachsen und die Beete mit Unkraut überdeckt. Zum Glück herrschte sommerliches Wetter, so daß ich mich sogleich an die Arbeit machen konnte. Außerdem besorgte ich mir verschiedene Pflänzchen und pflanzte sofort Tomaten, Paprika und Peperoni. Zucchini, Gurken, Melonen, Sellerie, Lauch, Andenbeeren und einige Kräuter und Gewürzpflanzen folgten. Am 24. Mai erntete ich die ersten Kopfsalate und Radieschen, am 26. Mai wurde gegrillt.
Juni: Nach anfangs nahezu hochsommerlichen Tagen folgte in diesem Jahr die Schafskälte ziemlich früh. Die Gemüsebeete und das Gewächshaus waren schon fast komplett bepflanzt. Die Kletterrosen trieben zwar neu aus, doch fast alle Äste waren im Winter erfroren, so daß es keinen Rosenbogen wie im letzten Jahr gab. Auch die Nanaminze zeigte sich stark dezimiert. Mittlerweile begannen einige Pflanzen zu blühen, so zum Beispiel Thymian, Schwertlilie, Iris, Fingerhut, Sonnenröschen, Zucchini, Melone, Paprika, Tomaten, Erbsen, Salbei, Klematis und Bartnelken. Der restliche Winterlauch wurde geerntet und die Zeit mit Kopfsalat, Radieschen oder Rhabarber ging dem Ende zu. Leider entwickelten sich auch Schädlinge wie Blattläuse oder Apfelwickler sehr schnell. An einigen Stellen waren die Ameisen ziemlich lästig. Auch Wühlmäuse wurden wieder tätig. Mitte Juni wurde es warm aber oft auch schwül und drückend. Die Pfingstrosen blühten, Kohlrabi, Zuckererbsen und Erdbeeren standen zur Ernte an. Die Katzen hatten die lästigen Mäuse erfolgreich bekämpft. Jede Nacht drehte ein Igel seine Runde und verzehrte mit grunzenden Geräuschen einige der ekligen Schnecken, die überaus zahlreich vorhanden waren. Der Sommer begann und machte seinem Namen alle Ehre. Leider kamen nochmals Wühlmäuse in meinen Garten und richteten einigen Schaden an. Die Gurkenpflanzen waren stark geschädigt, so daß ich neue pflanzen mußte. Der Siebenschläfertag war hochsommerlich warm, leicht bewölkt und trocken, was auf ein gutes Wetter in den kommenden Wochen schließen ließ. Sobald es dunkel wurde, drehten Glühwürmchen ihre Runden und auch nachts sanken die Temperaturen kaum noch unter 15°C. Alle Pflanzen wuchsen ziemlich schnell, so daß man täglich eine Veränderung wahrnehmen konnte. Es war eine wunderbare Zeit für jeden Gartenfreund. An den letzten Junitagen zogen Gewitter übers Land und brachten Regen und etwas Abkühlung. Die Wühlmäuse hatten inzwischen meine Petersilie vernichtet.

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