Freitag, 1. Oktober 2004

Gartentagebuch 2004 - Das 3. Quartal

1. Juli: Das zweite Halbjahr begann mit Regen, doch gegen Abend wurde es noch schön. Im Garten ist die erste Lilie aufgeblüht. Auch die ersten Bechermalven und winzige Fuchsschwänze sind jetzt zu sehen. Ich habe mich durch's Erdbeerbeet gefuttert und danach Kamillen geerntet.
3. Juli: Der Leberbalsam bekommt blaue Köpfe. Täglich erwische ich einen Lilienkäfer. Es herrscht kühles, fast schon ungemütliches Wetter. Ich habe zwei Fässer Wasser am Brunnen abgepumpt.
7. Juli: Heute waren die Mücken ziemlich lästig und viele Schnecken waren unterwegs. Mit einer Schere bewaffnet betätigte ich mich als Schneckenjäger. Außerdem habe ich Erdbeeren und Schwarze Johannisbeeren gepflückt. Aus den abgeschnittenen Romanasalatstümpfen wächst neuer Salat nach. Schmuckkörbchen und Fuchsschwänze wachsen schnell und treiben immer mehr Blüten. Die Sonnenblumen sind ungefähr eineinhalb Meter hoch und bilden Köpfe. Es blühen weiße Lilien und seit heute auch eine dunkelrote.
9. Juli: Ich habe Pfefferminze, Nanaminze, Oregano, Himbeeren und wieder Erdbeeren und Schwarze Johannisbeeren geerntet.
12. Juli: Es regnet viel und ist ziemlich kühl. Vergangene Nacht sank das Thermometer auf 9°, die Tageshöchsttemperatur heute betrug nur 17°. Vor einigen Tagen entdeckte ich ein Mäuseloch, das direkt in meine Hütte führte. Ich versperrte es mit einem großen Stein, doch seitlich davon war tags darauf ein neuer Eingang gegraben. Also positionierte ich zwei Fallen der Marke "Super-Cat" vor dem Loch. Inzwischen sind die Mäuse verschwunden - die Fallen aber auch.
14. Juli: Heute war es tagsüber meistens trocken. Ich stutzte meinen Forsythienstrauch, rupfte Unkraut und erntete Erbsen, Eissalat und Beeren. Abends begann es wieder zu regnen.
17. Juli: Endlich ein schöner Sommertag!
20. Juli: Die vergangenen Tage herrschte sommerlich warmes Wetter, das ab und zu durch Gewitter am Abend oder in der Nacht unterbrochen wurde. Die weißen Kletterrosen sind mittlerweile verschwunden, doch an ihrer Stelle blüht jetzt Klematis am Rosenbogen. Nach und nach gehen die Lilien auf und auch Sonnenhüte und Sonnenblumen öffnen ihre Köpfe. Der erste kleine Kürbis ist zu sehen. Ich habe den Rasen gemäht, massenhaft Unkraut gerupft und endlich den Rhabarber abgeschnitten. Geerntet wurden Kirschen, Stachelbeeren und natürlich wieder Johannis-, Erd- und Himbeeren.
22. Juli: Heute wurden Zuckererbsen und die letzten Kohlrabi geerntet. Die Blütenkerzen einer Pflanze, deren Namen ich vergessen habe, gehen auf. Die Kornblumen blühen erneut. Bei hochsommerlichen Temperaturen verbrachte ich einen gemütlichen Tag im Schatten der Birke.
24. Juli: Das Sommerfest des Obst- und Gartenbauvereins Deuringen findet statt. Es ist bewölkt und hat etwas abgekühlt.
27. Juli: Die letzten Tage regnete es oft. Ein richtiges Schneckenwetter! Geerntet wurde Syrischer Majoran und für einen leckeren Salat eine Gurke, Kresse und Schnittlauch.
28. Juli: Die Vögel überprüfen ständig, ob die Sonnenblumenkerne schon reif sind. Ein kleiner Kürbis ist von einer Pflanze abgefallen. Wenn ich unter der Birke stehe, klingt es als würde es regnen - soviele kleine Pflanzenteile rieseln herab. Endlich habe ich meine Hütte aufgeräumt. Jetzt ist es richtig gemütlich. Am Abend sank die Temperatur schnell unter 20°. Nachts hatte es nur 10°. Immerhin hat es heute nicht geregnet. Ich habe in meinem Schlafsack im Gartenhaus übernachtet, bis mich am Vormittag die Rasenmäher weckten.
30. Juli: Ein herrlicher Sommertag. Ich habe Stachelbeeren und einen Blumenkohl geerntet. Ein Eichhörnchen besuchte mich. Später genoß ich eine warme Vollmondnacht.
1. August: Die erste reife Tomate und eine Gurke wurden geerntet. Abends kamen Bratwürstchen auf den Grill.
3. August: Unter der Birke saß ein junger Vogel, der noch nicht fliegen konnte. Seine Mutter kam ab und zu vorbei und fütterte ihn mit Johannisbeeren. Nachts schlief der Kleine regungslos im Gras, während die Alte oben im Baum Wache hielt.
4. August: Es herrschen richtige Hundstage mit trockenem, heißem und schwülem Klima. Ein Gewitter in der Nacht würde nicht schaden. Ich habe eine Gurke und zwei Zucchini geerntet.
7. August: Nach zehn Tagen Hochsommerwetter gab es heute ein kräftiges Gewitter.
8. August: Das Gewitter füllte über 200 Liter Wasser in mein Regenfaß und drückte einige Pflanzen nach unten, so daß ich sie hochbinden mußte. Das Wetter war wieder sehr schön und die Luft wurde besser. Es blühen jetzt auch Nelken und Nigella. Geerntet wurden Tomaten und Blumenkohl, gegrillt wurden Käsewürstchen.
13. August: Ein Unwetter hat einigen Schaden angerichtet, doch meine Regentonne ist wieder randvoll. Inzwischen blühen die Gladiolen und es gibt massenhaft Zucchini.
14. August: Sauwetter!
16. August: Das Wetter hat sich wieder etwas gebessert. Ich habe die Speisezwiebeln und einen Eimer voll Tomaten geerntet.
17. August: Heute hat die Kartoffelernte begonnen. Das Wetter war gut, doch die Mücken waren lästig.
18. August: Vormittags erntete ich Basilikum und kochte ein leckeres Gericht. Nachmittags buddelte ich wieder Kartoffeln aus. Abends saß ich in der Dämmerung vor dem Gartenhaus und beobachtete lange einen Igel, der mich nicht bemerkte und seelenruhig durch meinen Garten trottete.
19. August: Ein großer, schwarzer und häßlicher Käfer hangelte sich durchs Gestrüpp. Kaum war ich mit der Kartoffelernte fertig, regnete es schon wieder.
20. August: An einem regnerischen Tag holte ich mir nur schnell mal drei Zucchini, etwas Rosmarin und Thymian
24. August: Inzwischen blühen sehr schöne Lilien mit großen Blütenkelchen. Heute wurden Tomaten, Zucchini und eine Gurke geerntet. Es ist deutlich kühler geworden.
27. August: Täglich öffnet sich eine der wunderbaren Lilienblüten. Zum ernten waren Majoran, ein paar Äpfel und wieder Tomaten an der Reihe.
31. August: Bei schon richtig herbstlichem Wetter erntete ich die zur Zeit obligatorischen Tomaten und Zucchini und begann mit der Karottenernte. Außerdem habe ich Vorbereitungen getroffen, um in Kürze ein großes Lagerfeuer zu entfachen.
1. September: Zwar sank die Temperatur in der Nacht unter 10°, doch tagsüber war es sonnig. Es wurde ein Zelt aufgestellt und übernachtet. Abends wurden Würstchen gegrillt und frisch geerntete Tomaten und Paprika verzehrt. Später wurde ein Feuer angezündet, Kartoffeln gegart und Stockbrot geröstet. Auch eine Nachtwanderung durfte nicht fehlen. Herrlich!
2. September: Heute wurde nochmals im Garten übernachtet, gegrillt und ein Feuer angezündet. Ich habe ein paar extrem scharfe gelbe Peperoni geerntet. Eine mir unbekannte kerzenförmige Pflanze und mehrere Gladiolen begannen zu blühen. Die Lilien stehen immer noch in voller Pracht.
4. September: Lauch, Petersilie und Majoran wurden geerntet, der letzte Winterlauch gepflanzt und Winterrettich gesät. Einige Stockrosen blühen.
7. September: An der Gartenhaustür montierte ich eine Magnetkatzenklappe für Felix. Auf dem Beet habe ich Feldsalat angesät.
10. September: Ich habe damit begonnen, nach und nach die Beete abzuräumen. Es wurde nochmals Rasen gemäht und Wasser gepumpt. Das Wetter ist meistens sehr schön, doch nachts wird es ziemlich frisch.
11. September: Die Winterrettichsaat ist bereits aufgegangen. Abends sitze ich immer vor meiner Hütte und schmiede schon Pläne fürs nächste Jahr.
16. September: Inzwischen spitzelt der Feldsalat aus dem Boden, bei den Gladiolen fangen Nachzügler noch zu blühen an und Andenbeeren hängen am Strauch. Ich habe einen alten Komposthaufen abgetragen.
20. September: In den vergangenen drei Wochen kam Felix fast jeden Tag in den Garten. Nur zweimal war er zu Hause. Ich habe unter anderem Paprika, Peperoni, Melonen und Syrischen Majoran geerntet.
23. September: Der Himmel ist grau. Es ist ziemlich windig, regnerisch und kühl. Trotzdem habe ich Zuckermais, Tomaten und die letzte Melone geerntet.

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