Sonntag, 19. Mai 2013

Krümelmonster

Die Motorfräse ist ein Krümelgerät mit rotierenden Fräsmessern. Sie eignet sich ganz besonders zur Bearbeitung von mittleren und schweren Böden. Sie krümelt die Erde in relativ kurzer Zeit saatfertig, lüftet, lockert, jätet und bringt Dünger oder Kompost gleichmäßig in den Boden ein. Dabei kann man selbst bei niedrigeren Temperaturen leicht ins Schwitzen kommen. Die Abbildung zeigt das Gerät nach verrichteter Arbeit.

Dienstag, 7. Mai 2013

Tulpen

Jetzt blühen sie auch bei uns. Wenig Sonnenschein und eher kühle Luft sorgen dafür, dass ihre Pracht länger erhalten bleibt. Bei sommerlichem Wetter wären ihre leuchtenden Farben binnen weniger Tage verschwunden.
Der Name der Blumen stammt vom Wort „toliban“ ab, das in Persien soviel wie „Turban“ bedeutet und auf die Form der Blüten abzielt. Die Heimat der Wildtulpen befindet sich in Afghanistan, Persien und Turkestan.
In Vorderasien, besonders auch im Gebiet der heutigen Türkei, wurden schon viele Sorten gezüchtet, als die Tulpe bei uns noch völlig unbekannt war. Ein Gesandter brachte sie 1554 vom Hof des Sultans nach Wien. 1559 blühte sie in den Gärten der Fugger in Augsburg.
Als Ende des 16. Jahrhunderts die ersten Tulpenzwiebeln nach Holland kamen, lösten sie dort ein Tulpenfieber aus. Jeder Gärtner und jeder, der über ein kleines Stückchen Boden verfügte, züchtete neue Sorten: geflammte, gestreifte, schwarze oder bunte. Das Fieber griff wie eine ansteckende Krankheit um sich.
Die Spekulation mit Tulpenzwiebeln weitete sich in einem Maße aus, dass die holländische Regierung strenge Gesetze gegen den Tulpenrausch und seine Auswüchse erlassen musste. Als der Preis auf 5500 Gulden für eine einzige Zwiebel stieg, wurden Höchstpreise festgelegt und die Spekulation brach in sich zusammen. Heute ist die Tulpenzucht ein bedeutender Wirtschaftszweig der Niederlande.
Wer eine Tulpenschau erleben will, dem sei eine Reise zum jährlichen Tulpenfestival in Istanbul empfohlen. Unabsehbare Tulpenmeere bieten Holländer in Haarlem oder Lisse am weltberühmten Keukenhof. Auf der Insel Mainau im Bodensee gibt es jeden Frühling unzählige Exemplare zu bewundern. Auch die botanischen Gärten widmen sich ausführlich dem Thema „Tulpen“.
Nervenruh's Schrebergarten schmücken zur Zeit fünf verschiedene Sorten dieser wunderbaren Blumen. Wühlmäuse, Frost und Staunässe rafften einige dahin. Neue Tulpenzwiebeln und mehr Sorgfalt könnten im kommenden Jahr diesen Zustand ändern.

Freitag, 3. Mai 2013

Ofenschlupfer

Der Ofenschlupfer ist eine typisch schwäbische Süßspeise. Traditionell wird er aus dünnen Semmelscheiben, geschnitzelten Äpfeln und Rosinen hergestellt. Das indigene Volk im Ländle ist zwar als äußerst sparsam bekannt, doch an besonderen Tagen kann es durchaus vorkommen, dass es sich auch noch Nüsse oder gar Mandeln gönnt. Die Zutaten werden wie bei einer italienischen Lasagne aufeinander geschichtet und mit einer Mischung aus verquirlten Eiern, Milch, Zucker und Zimt übergossen. Statt geriebenem Parmesan werden Semmelbrösel darübergestreut. Natürlich wird das Ganze noch mit Butterflöckchen belegt. Dann geht es - wie könnte es auch anders sein - ab ins Ofenrohr. Nach etwa einer Stunde ist der Gaumenschmaus fertig. Besonders gerne verköstigt der Schwabe seinen Ofenschlupfer mit Vanillesoße. 
>> Rezept

Montag, 22. April 2013

Es tut sich was

Erst vergangene Woche öffneten sich nach und nach die Blüten der Osterglocken und Hyazinthen. Jetzt geht's los. Buschwindröschen und Gänsekresse sorgen für weiße Tupfer, die Forsythie fürs Gelb. Schlüsselblumen und Primeln zeigen sich. Stramm drängt Liebstöckel aus dem Boden. An allen Ecken und Enden wächst und sprießt es. Der Schnittlauch kann geerntet werden, doch die Tulpen sind noch fest geschlossen. 
„Prunus Persica Benedicte“ steht nun bereits seit einem Jahr im Garten. Das Pfirsichbäumchen erreicht mittlerweile eine Wuchshöhe von über eineinhalb Metern. Es hat den Winter gut überstanden und treibt jetzt kräftig aus. Wie alle hellfleischigen Pfirsiche, ist auch Benedicte relativ resistent gegen die Kräuselkrankheit. Irgendwann soll der Ertrag äußerst hoch und regelmäßig sein. Es ist zwar ziemlich unwahrscheinlich, doch nicht unmöglich, dass schon in diesem Sommer die ersten aromatischen, gut steinlösenden, großen, saftigen und süßen Früchte an den Ästen hängen werden. Man darf also weiterhin gespannt sein. 
Die Vogelwelt ist sehr beschäftigt, die Schnecken sind schon da und abends treibt sich ein Marder herum, den die Katzen misstrauisch beäugen.