Montag, 20. August 2018

Jakarta

Die Hauptstadt Indonesiens liegt in einer Bucht an der Javasee. Sie ist die größte Metropole Südostasiens und der zweitgrößte Ballungsraum weltweit. Die Kapitale ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes, die Bevölkerung von vielfältiger Herkunft. Der Straßenverkehr ist laut, unbeschreiblich und gewöhnungsbedürftig, die Menschen sind fröhlich und gelassen. Der riesige Moloch versinkt besonders im Norden fast zwanzigmal schneller im Meer als Venedig.
An den sogenanntenn Unabhängigkeitsplatz waren Anfang des 19. Jahrhunderts die meisten Verwaltungsgebäude aus der Altstadt umgesiedelt worden. Unübersehbar in der Mitte steht ein Prunkstück der Denkmalkunst, das 132 Meter hohe Nationaldenkmal Indonesiens mit einer Flamme auf der Spitze, die mit 35 Kilogramm Gold überzogen ist. Manche stellen sich lange an, um einen Blick von der Aussichtsplattform zu ergattern, andere gehen einfach weiter.
Im Westen des Platzes steht die Istiqlal-Moschee. Der riesige, moderne Kuppelbau aus den Siebzigern ist die zweitgrößte Moschee der Welt. Das gewaltige Gebäude, dessen auffälligstes Merkmal die geometrisch angeordneten Fenster sind, besteht aus weißem Marmor und deutschem Stahl. Der große Gebetssaal ist sehr schlicht und modern gestaltet und wird von monumentalen Säulen dominiert, deren Aluminiumverkleidung mystisch schimmert. Der Architekt war erstaunlicherweise Katholik.
Gegenüber der Moschee steht in Sichtweite die katholische Kathedrale Sankt Mariae Himmelfahrt („Katedral Santa Maria Pelindung Diangkat Ke Surga”). Das Sakralgebäude im neugotischen Stil mit indonesischen Einflüssen wurde am Ende des 19. Jahrhunderts errichtet. Da der Vorgängerbau unter dem Gewicht seiner Türme nach knapp fünfzig Jahren zusammengebrochen war, wurde zum Teil mit Teakholz gearbeitet. Heute ist die Kathedrale Sitz des Erzbischofs von Jakarta.
Die ursprüngliche Innenstadt Jakartas ist bekannt als Old Town, Oud Batavia oder Kota Tua. Rings um den alten Rathausplatz wurden mehrere Gebäude aus der niederländischen Kolonialzeit restauriert. Am auffälligsten ist das ehemalige Rathaus, das heute ein historisches Museum beherbergt. Auf der anderen Seite des belebten Platzes liegt das Cafe Batavia, dessen Besuch nicht nur wegen seiner außergewöhnlichen Einrichtung zu empfehlen ist. Hier zeigt sich die indonesische Küche von ihrer besten Seite.
Ancol ist ein Küstentiefland im Norden Jakartas. Noch vor fünfzig Jahren war es unentwickeltes Gebiet mit von Mücken befallenen Fischteichen und Sümpfen. Der damalige indonesische Präsident schlug vor, die Sümpfe zurückzugewinnen und sie in Jakartas größtes Freizeit- und Unterhaltungszentrum umzuwandeln. Heute befindet sich dort ein Erholungsgebiet mit einem Vergnügungspark, einer Seilbahn, einem Yachthafen und der wichtigste Badeort der Stadt.

Montag, 6. August 2018

Dubai

Die Wolkenkratzer sind beeindruckend. Ansonsten ist Dubai künstlich, hochglanzpoliert und unerträglich heiß. Ein Tag reicht.  
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Freitag, 1. Juni 2018

İstanbul iki bin onsekis

Hier jetzt endlich die Fotos vom 20. bis 30. April: 

Montag, 21. Mai 2018

Şirin

Egal, ob Kebap aus Adana kommt oder nicht, ob Engelshaar auf dem Teller liegt oder der Imam in Ohnmacht fällt: Şirin Köfte & Döner Salonu, Muradiye Caddesi Vezir Cikmazi Sokak No. 5, Fatih/Sirkeci, Istanbul/Türkiye. Lezzetli!

Dienstag, 8. Mai 2018

Taksim 2018

İstanbul. Hinter dem bekannten Döner-Imbiss im Osten des Taksim Platzes ragt das Kreuz der griechisch-orthodoxen Kirche Aya Triada gen Himmel. Das Denkmal der Republik auf der Mitte des Platzes ist mit Kränzen der sozialdemokratischen, kemalistischen Partei CHP dekoriert. Das Opernhaus im Norden soll abgerissen und durch ein neues Gebäude ersetzt werden. An dem länglichen Bau auf der Westseite, einem Rest der 1731 erbauten Fernwasserleitung, sind die Blumenstände nach hinten gerückt. An ihrer Stelle stehen jetzt Wasserwerfer, gepanzerte Fahrzeuge und Absperrgitter der Polizei. Hinter der Mauer entsteht eine große Moschee. Im Süden mündet die İstiklâl Caddesi in den Taksim Meydanı. Die meisten umliegenden Restaurants und Cafes bieten kostenloses WLAN an. Wikipedia in sämtlichen Sprachen und viele andere Seiten, auch einige Artikel aus deutschen Zeitungen, können jedoch nicht abgerufen werden.