Freitag, 24. Mai 2013

Das Wetter

Jeder meckert. Immer. Dabei ist es gar nicht so schlecht. „Mai kühl und nass füllt dem Bauern Scheun' und Fass“, lautet eine alte Bauernregel. Na also.

Montag, 20. Mai 2013

Die Pfingstrose

Die Pfingstrose ist eine der ältesten Kulturpflanzen überhaupt. Sie galt schon früher als unverwüstliche Bauernblume. Es ist nicht nur die Vielfalt der Farben, die wir lieben, es fesselt uns auch der Formenreichtum der Blüten. Will man große Blumen haben, werden die Seitenknospen entfernt, sollen es viele ohne Rücksicht auf deren Größe sein, lässt man das Entknospen bleiben. Vor der Blüte sollten die Stiele aufgebunden werden, damit sie nicht umfallen.
Während in manchen Jahren die einst zur Gruppe der Hahnenfußgewächse zählende Pflanze pünktlich zum Pfingstfest ihre Knospen öffnet, fehlt es heuer noch weit. Wochen könnten vergehen, bis sich ihre ganze Pracht entfalten wird. Aber dann!

Sonntag, 19. Mai 2013

Krümelmonster

Die Motorfräse ist ein Krümelgerät mit rotierenden Fräsmessern. Sie eignet sich ganz besonders zur Bearbeitung von mittleren und schweren Böden. Sie krümelt die Erde in relativ kurzer Zeit saatfertig, lüftet, lockert, jätet und bringt Dünger oder Kompost gleichmäßig in den Boden ein. Dabei kann man selbst bei niedrigeren Temperaturen leicht ins Schwitzen kommen. Die Abbildung zeigt das Gerät nach verrichteter Arbeit.

Dienstag, 7. Mai 2013

Tulpen

Jetzt blühen sie auch bei uns. Wenig Sonnenschein und eher kühle Luft sorgen dafür, dass ihre Pracht länger erhalten bleibt. Bei sommerlichem Wetter wären ihre leuchtenden Farben binnen weniger Tage verschwunden.
Der Name der Blumen stammt vom Wort „toliban“ ab, das in Persien soviel wie „Turban“ bedeutet und auf die Form der Blüten abzielt. Die Heimat der Wildtulpen befindet sich in Afghanistan, Persien und Turkestan.
In Vorderasien, besonders auch im Gebiet der heutigen Türkei, wurden schon viele Sorten gezüchtet, als die Tulpe bei uns noch völlig unbekannt war. Ein Gesandter brachte sie 1554 vom Hof des Sultans nach Wien. 1559 blühte sie in den Gärten der Fugger in Augsburg.
Als Ende des 16. Jahrhunderts die ersten Tulpenzwiebeln nach Holland kamen, lösten sie dort ein Tulpenfieber aus. Jeder Gärtner und jeder, der über ein kleines Stückchen Boden verfügte, züchtete neue Sorten: geflammte, gestreifte, schwarze oder bunte. Das Fieber griff wie eine ansteckende Krankheit um sich.
Die Spekulation mit Tulpenzwiebeln weitete sich in einem Maße aus, dass die holländische Regierung strenge Gesetze gegen den Tulpenrausch und seine Auswüchse erlassen musste. Als der Preis auf 5500 Gulden für eine einzige Zwiebel stieg, wurden Höchstpreise festgelegt und die Spekulation brach in sich zusammen. Heute ist die Tulpenzucht ein bedeutender Wirtschaftszweig der Niederlande.
Wer eine Tulpenschau erleben will, dem sei eine Reise zum jährlichen Tulpenfestival in Istanbul empfohlen. Unabsehbare Tulpenmeere bieten Holländer in Haarlem oder Lisse am weltberühmten Keukenhof. Auf der Insel Mainau im Bodensee gibt es jeden Frühling unzählige Exemplare zu bewundern. Auch die botanischen Gärten widmen sich ausführlich dem Thema „Tulpen“.
Nervenruh's Schrebergarten schmücken zur Zeit fünf verschiedene Sorten dieser wunderbaren Blumen. Wühlmäuse, Frost und Staunässe rafften einige dahin. Neue Tulpenzwiebeln und mehr Sorgfalt könnten im kommenden Jahr diesen Zustand ändern.